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Barhuf

Eine kurze Geschichte

       Die Anfänge und somit die ersten Richtlinien und Grundsätze für die Idee Pferde ohne Beschlag halten und reiten, greifen bis in die achtziger Jahre zurück und wurden von einer Tübinger Tierärztin, Hiltrud Strasser, verfasst.

Später kamen neuere Bearbeitungsmethoden sowie die ersten Hufpflegeschulen hinzu. Dabei wurde deutlich, wie uneinig sich die Verfasser der verschiedene Richtungen und Methoden waren. Obwohl man es eigentlich mit dem selben Wesen, dem Pferd, zu tun hatte.

Während die einen unter anderem das Kürzen der Trachten und der Sohle für gut befunden hatten, damit der Strahl  Bodenkontakt hat wodurch sich die Tragefläche des Hufes vergrössert, versuchten die anderen jede Stellung grundsätzlich zu korrigieren, indem sie unter anderem die Hufwände von aussen stark beraspelten. Es entstanden neue Begriffe, die nach der Art der Bearbeitung benannt wurden: das Öffnen der Trachten, pendelnde Wände, Hufdynamik, Mustangrolle.

Keine der Methoden war und ist für jedes Pferd perfekt. Die Vielfalt der Behauptungen allerdings ermöglichen es einem aufmerksamen und aufgeschlossenen Profi,

die festgesetzten Ideen, die man nur vom Hufbeschlag kannte, etwas ausführlicher zu überlegen und kritischer anzuschauen. 

Denn Pferde sind, zumindest anatomisch gesehen, nicht gleich. Hinzu kommt, dass sie unterschiedlich gehalten, gebraucht und gefüttert werden. Somit kann man sowohl im Hufbeschlag als auch bei der Bearbeitung der Barhufe nicht mit einer einzigen Schablone arbeiten.

Das Interesse der Hufbeschlagslobby an Barhufpferden war anfänglich gering und beschränkte sich auf sehr skeptische Kommentare - nicht immer unbegründet. Die Nachfrage seitens der Pferdebesitzer wurde hingegen trotz der Kritik der Fachleute immer grösser. So sind die ersten Hufpflegeschulen entstanden. Mittlerweile ist „Barhuf“ salonfähig geworden - nicht zuletzt dank dem in den letzten Jahren sehr stark wachsenden Hufschuhmarkt.

Die ersten Barhufpferdebesitzer, die zwischen zwei oder drei eher schlecht als recht funktionierenden Hufschuhmarken wählen konnten, waren noch richtige Idealisten. Heute sehen auch viele Quereinsteiger keinen Grund, ihre Pferde beschlagen zu lassen. Die Auswahl an Hufschuhen ist mittlerweile so Gross, dass es einfach ist, eine geeignete Marke auszuwählen. Auch die stark wachsende Internetgemeinschaft trägt zum wachsenden Interesse und entsprechendem Erfahrungsaustausch bei.

 

 

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