icon horse Aktuelle News


Oh Gott, wer hat...

Oh Gott! wer hat die Hufe gemacht?

Haben es nicht schon die meisten von uns schon einmal selber gesagt oder zumindest gehört?
Ja klar. Aber auch berechtigt?

Schlechte Hufpflege Ich habe mal einen Esel behandelt, der seit längerem unter Übergewicht, und einen daraus folgenden Hufrehe, gelitten hat. Trotz Gesprächen mit dem Besitzer war es nicht möglich die Umstände der Haltung zu ändern. Grundsätzlich lebte dieser Esel mit den Schafen zusammen und hatte die Genüsse des Schafslebens völlig ausgekostet. Dazu gehörten: 24 Stunden Weidegang, Heu und Körner. Ich habe einen Hufpflegeintervall von 7 Wochen ausgehandelt. Kürzer, war es bei „diesem Preis“ nicht möglich. Es musste! funktionieren. Einmal war der Besitzer mit der Familie in die Ferien. Der Termin wurde verschoben, storniert? Weiß ich nicht mehr.

 

Nach ungefähr 14 Wochen, seit der letzten Behandlung, war ich wieder dort im Stall. Inzwischen dachte ich, der Esel lebt nicht mehr oder wird von jemand anders betreut. Falsch gedacht! Der Anruf kam doch noch. Die Hufe, ohnehin schon durch ein ungewöhnliches Wachstum und durch fehlende Abnutzung geprägt, sahen schrecklich aus.

Schlechte Hufpflege Beispiel 2

 

Und nach der Korrektur?
Den Umständen entsprechend, wieder besser. Ich fragte mich nur wie lange wohl... etwa 3-4 Wochen?
Hätte in dieser Zeit jemand diese Hufe gesehen (der schon einmal selbst diesen Satz:" Oh Gott, wer hat diese Hufe gemacht" gehört oder selbst ausgesprochen hat) dann wäre wohl zu 90 % der gleiche Ausruf wieder erklungen anstatt: „Oh Gott! Wann wurden diese Hufe das letzte Mal gemacht?“

 

Fazit: Egal ob viel zu lange Hufe oder ein überwachsene Beschlag, die Abstände zwischen den Intervallen machen es aus. Der Huffachmann kann sich selbst nur schlecht anrufen, um einen Termin mit der Kundschaft zu vereinbaren... Stimmt doch, oder?
Darum Termine im voraus abmachen. Es lohnt sich.

Zurück