Viel Bewegungsfreiheit
auf vier gesunden Hufen

Gleichgewicht durch Bewegung...

 

Der Huf.  Individuell 
wie ein Fingerabdruck...

Jedes Pferd ist eben einzigartig anders

 

Weil Barhuflaufen
die natürlichste Sache der Welt ist


huf.ch I Es geht ja um den Huf...

icon horseStrahlfäule


Ein Zersetzungsprozess des Strahlhorns



Strahlfäule kann alle Pferde- oder Eselhufe befallen. In der Regel ist die mittlere Strahlfurche betroffen. Normalerweise leicht eingebuchtet, ist die mittlere Strahlfurche bei einem Befall sehr tief und kann je nach der Grösse des Strahlhorns von einem bis zu mehreren Zentimetern in Richtung der Strahlfurchenlederhaut hineingreifen.

Das Strahlfurchenhorn wird durch die Bakterien und Pilze teilweise oder Vollständig zersetzt und als Abfallprodukt bleibt eine schwarze stinkende Masse.

Dadurch, dass die Hornzellen permanent an der Strahllederhaut produziert werden, haben die Fäulnisbakterien und Pilze genügend „Futter“ zum überleben. An der Feuchtigkeit und Wärme die sie gerne haben mangelt es auch nicht. Auf diese Art bleiben die Fäulniserreger unbehandelt, mehrere Monate oder gar Jahre in der Furche drin.


Ursachen

Mangelnde Pflege des Hufes, sowie eine ungenügende Sauberkeit im Stall sind die Hauptfaktoren die zu einer Strahlfäule führen können.

Allerdings braucht es meistens noch einen letzten Auslöser, der den Ausbruch der Erkrankung auslöst. Das können mehrere Faktoren einzeln oder Gemeinsam sein: das feuchte Wetter oder nasser Boden, aber auch sehr schmale Form und schlechte Qualität des Strahlhorns. Die Form des Strahls hängt immer mit der Hufform zusammen. Darum eine enge Hufform zieht einen engen Strahl mit sich. Solche Faktoren wie das hohe Alter, Stoffwechselprobleme oder das Entgiften des Körpers gehören zu den Mythen, welche mit den tatsächlichen Ursachen für die Strahlfäule gar nichts zu tun haben.

Galerie Strahlfäule

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Behandlung

Ohne Behandlung bildet sich eine Strahlfäule kaum zurück. Die befallene mittlere Strahlfurche ist sehr schwer zugänglich. Das Horn, dass normalerweise die Strahllederhaut bedeckt, ist weg. Übrig bleibt nur die Strahllederhaut.
Sie ist sehr empfindlich. Darum ist die Behandlung der Strahlfäule fürs Pferd unangenehm.
Manchmal entwickeln sich während der Behandlungszeit Verhaltensunarten, die später korrigiert werden müssen. Zum Beispiel das Wegziehen des Hufes oder gar Ausschlagen. Darum bei der Behandlung muss man sich ein paar Tricks ausdenken und das Pferd zu überlisten.

Um die Behandlung so angenehm wie möglich für das Pferd zu machen, nimmt man am besten eine dünne Holzspatel oder einen Suppenlöffel mit einem dünnem Griff. Für die erste Behandlung ist ein Stück Gase nötig. Etwa 50 cm reichen. Diese halbiert man am besten vor der Behandlung. Das erste Stück legt man auf der Befallenen mittleren Strahlfurche drauf. und zieht es wie beim Sägen durch die Strahlfurche hin und her. Es stinkt meistens fürchterlich nach Fäulnis.
Es ist wichtig, dass man bis zum tiefsten Punkt der Strahlfurche gelangt und die zutiefst sitzenden Bakterien herausputzt.

Nach dem herausputzen der Furche nimmt man etwas Strahlpaste, und legt auf die Furche drauf. Das zweite Stück Gase legt man darauf und drückt beides zusammen in die Furche hinein. Je nach dem wie tief diese Furche ist wiederholt man den Vorgang in dem man die Gase faltet und auf die neue Schicht der Strahlpaste darauf legt.
Diese Behandlung wiederholt man alle 2-4 Tage ohne vorher nochmalls die Furche putzen zu müssen (die ist ja schon sauber). Nach zwei bis vier Wochen gründlicher Behandlung ist die Strahlfurche in den meisten Fällen Fäulefrei.

Fazit 

Strahlfäule gehört zu den Erkrankungen, die bei der richtigen Therapie vollständig und ohne Spuren zu hinterlassen, ausheilen kann.

Nach meinen Erfahrungen erreichen feste Pasten wie: Keralit Undercover oder selbst gemachte Tonerde-Thymianpaste, die beste Wirkung. Dank der festen Struktur behalten solche Mittel ihre Wirkung über Tage und im Gegensatz zu den flüssigen Mitteln verflüchtigen sie sich nicht zu früh.
Anderen “Wundermittel“ wie Zahnpasta, Teebeutel, Chilischoten, Esig, Entkalkungsmittel usw. sind in der Handhabung und Wirkung sehr ineffizient und teilweise giftig.
Die Kontinuität der Behandlung, sauberer und ein möglichst trockener Stallboden, garantieren den Erfolg der Behandlung.